Historische Konzepte zur Digitalen Transformation.

Vier, drei, zwei, eins…Was soll der Hype?!

Wir überschätzen, was in einem Jahr geschieht. Und wir unterschätzen, was in zehn Jahren geschieht. (B.Gates)

Vorbemerkungen

Die Digitale Transformation greift seit drei Jahrzehnten aus der Wissenschafts- und Militärwelt hinaus in alle Lebensbereiche – sowohl der Menschen als auch der Erde. Drunter macht sie es leider nicht. Zum Entsetzen einiger. Zum Glück aller.

Der weltweite Militärkomplex, wissenschaftlicher und wirtschaftlicher Förderer und Nutzniesser der Digitalisierungsversuche und -vollendungen, hat maßgeblichen Anteil an der Expansion, Etablierung und der Emotionalisierung der Digitalisierung. Es waren militärische Projekte, die das autonome Fahren (DARPA-Wettbewerb) förderten, das Internet entwickelten sowie Befürchtungen eines Armageddon a’la Terminator aufkommen lassen.

Mittlerweile sind die Märkte der Welt als Zusammenkünfte unterschiedlichster Menschengruppen, Verbraucher-, Tourismus-, aber auch Finanzmärkte, öffentliche Dienste ebenso wie dunkle Verbrecherdienste mit voller Entfaltungskraft auf dem Weg sich digital zu steuern, auszuweiten und die Beteiligten einzunetzen.

Die Globalisierung der Wirtschafts-, Arbeits-, Schul- und Weiterbildungswelt ist zuweilen Konsequenz, vor allem aber Anlass für weltweite Digitalisierungsbemühungen.

Beeindruckende Karrierewege – sowohl Einzelner als auch von jungen Firmen („Vom Start-up zum Weltenbeherrscher in zehn Jahren…“) – sind für Jeden sichtbar: Seien es die Karrierewege von Wissenschaftler*innen oder einer Arbeitselite, die weltweit managt und führt, plant und organisiert oder aber auch einfach nur für andere in der Welt codet und das sammelt und aufbereitet, was uns Menschen mit unserer Aufmerksamkeitskompetenz des 20. Jahrhunderts am ehesten entgeht: Datensammlungen und Software.

Was die Digitale Transformation schafft, ist eben nicht sogleich körperlich, sind keine beeindruckenden Betonwüsten, Bahnnetze und Brücken, keine Staudämme, Städte und Straßennetze, keine Autos, Radios und Heimfernseher. Was entstanden ist, ist nicht einfach materialisierter Fortschritt, sondern verbirgt sich „hinter den Dingen“, ist ein Gewirr voller Netzwerke, zeigt sich im Siegeszug des Smartphones, das weltweit in wenigen Jahren ausgegriffen hat wie kaum ein anderes materielles Produkt sonst. Und doch ist es nicht das materielle Produkt, das seinen Wert ausmacht, sondern das, was uns damit an Kompetenz, Potenz und Intelligenz an und in die Hand gekommen ist. Wer heute etwas schaffen will in der Welt, ob groß oder klein, hält den Ausgangspunkt dessen in Form seines Smartphones in den eigenen Händen. Doch wer versteht das schon, der aus dem 20. Jahrhundert herkommt?! Mir fällt’s mehr als schwer…

Das Smartphone verkörpert für Individuen die Daten der Welt. Daten werden bekanntlich als das „neue Öl des 21. Jahrhunderts“ (EU-Politikerin Meglena Kuneva, 2009) gehandelt. Sie sind der Kraftstoff der Digitalisierung und wandeln sich zu Informationen, die die Welt verändern. Die Informationsgesellschaft zeigt mehr als andere vor ihr, dass Wissen Macht ist und in unserer Hypergesellschaft (Floridi) Arbeitskraft, Produktionsmittel, ja zuweilen selbst Kapital nicht mehr die wirtschaftlichen Taktgeber sind. Nein, es sind die Daten der Menschen und zur Welt.

Und die Datenherren, die Techies und Nerds, die Statistiker und Mathematiker, nehmen die Karrierefahrstühle und kommen aus den gekühlten Kellern der Firmen, wo die Server begannen, die Welt zu speichern, zu spiegeln und sichtbar zu machen – und verdrängen die althergebrachten „Sozialingenieure“, gelernte Juristen und Wirtschaftsfachleute; von dort aus erobern sie die obersten Etagen der Internet-Giganten und Softwarekonzerne, aber auch der Firmenzentralen der industriellen und -Dienstleistungswelt. Das haben die Grubenarbeiter und Bergmänner, die Fließbandfleißigen und Großraumbüroschreibhilfen des 20. Jahrhunderts nie geschafft. In keiner nennenswerten Zahl. Allenfalls, und das gehört hierher, in den Gewerkschaftsbünden und (deutschen) Betriebsräten oder in den politischen Arbeiterparteien, die aus dieser Ungerechtigkeit entstehen mussten.

Doch die Digitale Transformation scheint großteils noch wenig fassbar für die Geister der Mechanik, die Freunde des Anfass- und Begreifbaren, die gerne Werkzeuge und Instrumente haben wollen. Her mit dem Werkzeugkoffer für Kommunikation?! Sie wollen auch hier etwas in Händen halten, aus Kommunikationsseminaren etwas mitnehmen! Und was bekommen sie? Ein Smartphone, einen Laptop und jede Menge Software! Ach‘, war die direkte Kommunikation nicht toll – damals?! Als wenn es nie die 68er Revolte gegen das Verschweigen gegeben hätte, nie die kleinen, psychologischen Revolutionen der Humanistischen Psychologie, das Aufbegehren der Jugend gegen die Sprachlosigkeit der Alten! Unfassbar, wie die Digital-Gadgets es in wenigen Jahren geschafft haben, die Familien- und Bürokultur des 20. Jahrhunderts als den Schutzraum der natürlichen, verbindenden Kommunikation unter wahren Mitmenschen erscheinen zu lassen. Als wenn in den Berliner U-Bahnen früher ohne Smartphones und Kopfhörer miteinander gesprochen worden wäre?! Man verfluchte doch schweigsam Gott und die Regierung, dass der „Tagesspiegel“ nicht im Format der „Berliner Zeitung“ erfunden wurde! Heute können wir wenigsten die Köpfe sehen, die sich über den Schirmen der Digitaltageszeitungen verbergen, äh beugen. Und was fällt den Beobachtern anderes ein, als mit den eigenen Köpfen zu schütteln und zu seufzen, dass es früher doch ganz schön, jedenfalls aber sicher besser war: Lieber Sprachlosigkeit ohne Smartphones für alle, als permanent zu phantasieren, dass andere Menschen mit anderen Menschen lieber digital kommunizieren als mit mir! Warum findet die wahre Ungerechtigkeit stets in mir statt?!

Weshalb wurden nur all die Kommunikations- und Teamtrainings durchgeführt?! Um sich noch näher zu kommen. Stopp – wir haben keine Zeit und keinen Platz für Polemik hier! Wir müssen weiter!

Der Computer und seine mathematischen Grundlagen sind keine Werkzeuge, mit denen die gleiche Welt nochmal anders behandelt wird. Nein, sie sind nichts, mit dem man die Welt in den Griff bekommt. Sie sind gesellschaftsdurchdringende, -fundierende und -überwölbende Architekturen (Burckhardt), die die Welt des 20. Jahrhunderts und alle davor umfassend umwälzen und bis zur Unkenntlichkeit für die Gewohnheiten des 20. Jahrhunderts abändern werden. Sie sind mentale Bulldozer und kognitiv-wirkende Abrissbirnen. Es wird zunehmend schwer, die Welt des 20. Jahrhunderts und ihre Menschen zu verstehen.

Das 21. Jahrhundert wird das 20. ausschauen lassen, wie das 19. das 18.!

Wer noch einen ganz körperlichen Globus sein eigen nennt, der sollte sich das Fleckchen Europa genau anschauen. Wo ist es? Wie groß ist es? Was geschah, dass dieser kleine Landfortsatz das nationalstaatlich- und industriell geprägte Lebensmodell der Welt entwickelte. Was geschah vorher? Und was geschieht jetzt und Morgen? Die Digitale Transformation.

Das klingt für Sie „aber sehr hoch aufgehängt“? Hängen Sie es noch zwei Stufen höher – und Sie haben eine erste Ahnung von dem, was die Digitale Transformation bedeutet.

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Wer denkt, dass das einfache Leben ausreicht, um einfach leben zu können, lebt im sozialen Abseits. Aber das muss keineswegs individuelles Unglück bedeuten.

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…VIER – Industrie 4.0

Industrielle Welten – Kann’s nicht ein bisschen größer gedacht werden?!

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Der Begriff „Industrie 4.0“ ist ein Marketing-Label. Im Jahre 2011 hat sich eine Forschungsinitiative der Bundesregierung  auf der Hannover-Messe da

mit vorgestellt hat. Als Antwort auf die technologischen Veränderungen der Jahre zuvor, wurde ein mentaler Denk- und Arbeitsrahmen (vor-)gesetzt, der deutlich zum Ausdruck bringt, dass so Weltbewegendes gar nicht geschieht, sondern die bestehende dreistufige Entwicklung weiterentwickelt wird. Das wirtschaftliche Rennen der Nationen ist ein industrielles Rennen, bei dem die Deutschen gut vertreten sind und jetzt, wie alle anderen auch, die vierte Stufe zu nehmen ist. Ganz einfach. Da waren bereits ganze Wirtschaftszweige im Umbruch (Computer- und Mobiltelefonherstellung, Musik- und Versandhandel), alte Welten zusammengebrochen (Journalismus).

Industrie 4.0 … knüpft an Bestehendes an und umreisst am liebsten gar nix Besonderes, jedenfalls nix Beängstigendes wie eine Revolution. Ein Evolutiönschen ist schon mehr als ausreichend Verträgliches.

Nun, mit Revolutionen hat man es in Deutschland ja nicht so gern zu tun, auch wenn sich hier die großen Wenden des 20. Jahrhunderts wie nirgendwo sonst aufzeigen lassen, ja sogar ihre Ursprünge und Wirkungs- und Entscheidungsstätten haben: nationalstaatliches Kaisertum, Räterepublik, Faschismus, Kommunismus, Wirtschaftsliberalismus). Selbst die Friedliche Revolution, die 1989 ein ganzes Staatssystem nahezu ohne Blutvergießen niederrang, hat man sie sprachlich als „Wende“ verkleinert und lässt auch heute noch wenig mehr als ein paar Bratwurstbuden im Oktober aufstellen und Helene Fischer lauter als sonst singen. Glücksbringende Weltenumstürze ließen sich verbindender feiern. Sei’s drum. In der Konzeption zur Industrie 4.0 zeigt sich dieser ängstlich-verschämte Ansatz: Bestehendes soll weiterentwickelt werden, ganz und gar Neues ist da gar nicht erfasst. Adressat sind etablierte Industriefirmen, nicht Startups. Wer will schon Disruption, wenn’s bisher gut lief?!

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Was uns Gestern bis hierher gebracht hat,

muss uns Morgen nicht dort hin bringen,

wohin wir wollen.

Weshalb Industrie 4.0?!

Der Weg der modernen Industrialisierung wird in vier große Etappen eingeteilt, von der die vierte nun angebrochen sei. Diese vierte Etappe beschreibt den Weg, den die vierte Industrielle Revolution einzuschlagen hat und mit dem Internet der Dinge belohnt wird.

Anlass ist das verlorene Verbraucherinternet, bei dem Deutschland und Europa kaum ein Wörtchen mitgesprochen hat. Amazon, Facebook, Google, Microsoft, Apple – sie bestimmen, sie sammeln, sie entwickeln weiter. Das soll nicht auch mit der industriellen Welt geschehen, die in Deutschland einen ihrer Hotspots in der Welt innehat.

Industrie 1.0: Mechanisierung

Die erste Industrielle Revolution fegte die handwerkliche, großteils zunft- und kammerorganisierten Fertigungsprozesse hinweg. Sie führte die mechanischen Produktionsanlagen ein, die die Wasser- und Dampfkraft in ungeahntem Ausmaß zu nutzen verstanden. Nutz- und Lasttiere hatten gleichsam ausgedient. Die antreibenden Kräfte kommen nicht mehr aus Muskeln, sondern aus Maschinen. Physik schlägt Biologie.

Die mechanische, statt handwerkliche Produktion lässt sich dabei vor allem an der Entwicklung von Webstühlen und Dampfmaschinen markieren (England 1784), mit denen man den indischen Stoffproduzenten Paroli bieten wollte und die kurze Zeit später in Deutschland abkupfernd übernommen wurden. Zentrum war hier alsbald unter anderem das sächsische Crimmitschau.

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Industrie 2.0: Elektrifizierung

Die Elektrifizierung ermöglichte sodann eine ungeahnte Massenproduktion. Die Kraftquelle konnte externalisiert werden. Der physische Aufbau der Organisationsstruktur begann sich zu wandeln. Organisationen mussten nicht mehr um die Kraftquelle (Lastentier, Dampfmaschine) drumherum gebaut werden, sondern konnte anderen Bedürfnissen den Vorrang einräumen. Elektrizität wurde andernorts hergestellt. Zunächst stellte zwar jede Unternehmung ihre eigene Elektrizität her, aber alsbald wurde klar, welche Effizienz-Potenziale frei würden, wenn die Herstellung der Elektrizität anderen Firmen überlassen werde.

Parallele: Ganz ähnlich verläuft heute die Entwicklung der Datenspeicher, die anfänglich direkt im Computer oder auf eigenen Servern erfolgte – und sich zunehmend in Clouds verlagert. Damals war es zunächst auch unvorstellbar, dass auf fremde Energiequellen zurückgegriffen würde, um die eigene Produktion am Laufen zu halten. Noch scheint es auch „gefährlich“, die Datenspeicherung anderen zu überlassen. Der Weg, dass das sich ändert, scheint kurz.

Zudem trat das Fließband in den Produktionsprozess ein, nachdem es im Abfertigungsprozess der Chicagoer Schlachthöfe von Cincinnati (ca. 1870) weltweit Furore machte. Henry Ford etablierte die Fließband-Produktion für die erstarkende Autoindustrie.

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Industrie 3.0: Elektronik

Zur weiteren Automatisierung trug sodann ab ca. Ende der 1960er Jahre der Einsatz von Elektronik bei. Speicherprogrammierbare, statt verbindungsprogrammierbare Steuerungseinheiten wie z.B. Modicon 084 von 1969 ermöglichten erstmals eine digitalbasierte, automatische Steuerung verschiedener Produktionseinheiten. In Deutschland sind in diesem Entwicklungsprozess vor allem die Firmen Klatschka und Pilz  (ca. 1979) zu nennen.

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Industrie 4.0: Smart Factory & Co.

Industrie 4.0 will den Einsatz von cyberphysischen Systemen fördern. Ziel ist die Smart Factory, in der jede Schraube und jedes Blech mit Robotern und Gabelstapler kommunizieren wird. Die intelligente, d.h. sensorgesteuerte Maschine koordiniert ihre Arbeitsschritte selbst und führt den Fertigungsprozess fortschreitend autonom durch – und zwar auf Basis von Echtzeitdaten der Maschinen, Produktionsteile und auch der Kunden.

Beispiel: Finden die Sensoren in Adidas-Laufschuhen heraus, dass der Großteil der Läufer überpronierend veranlagt ist, also beim Abrollen nach Innen wegknicken, dann werden diese Daten in den Produktionsprozess eingespeist und führen dazu, dass mehr solche Schuhe produziert werden…

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Mutmacher „Industrie 4.0“?

Die „Industrie 4.0“-Kampagne soll Etablierten Mut zusprechen, doch ihr steht durchaus ein doppelt zweifelhafter Erfolg zu.

Einerseits die angstblockierende, aber auch demotivierende Idee, dass wir Deutschen die ersten drei Entwicklungen ganz gut überstanden haben und ziemlich erfolgreich sind, so dass die vierte R-Evolution auch nicht schlimm daherkommen wird. Es handele sich eben um einen weiteren Schritt in einer natürlich für uns Vorderen positiven Entwicklung. Leider fehlt trotz Siemens-Handys und Mannesmann-Mobilfunk vielen Deutschen die Erfahrung, dass Laptops, Desktops, Mobiltelefone und -internet durchaus aus Deutschland kommen könnten, wenn wir nur etwas verbraucherorientierter und dienstleistungsfreudiger gewesen wären. Aber vielleicht hätte es doch noch mehr gebraucht als das. Deshalb haben andere den Markt des Verbraucherinternet unter sich aufgeteilt. Für den Start in das Rennen um die Industriewelt, die Vernetzung der Fabriken und Werkbanken, die in der Industrie 4.0 ansteht, ist das keine mutmachende Erfahrung. Aber das Mantra, dass das Rennen doch noch gar nicht vorbei sei, ist – Stand heute Februar 2019 – noch überall zu hören. Ob’s stimmt?

Andererseits werden mit der Betonung auf die Industrie vor allem die bekannten, altbewährten Industrieriesen in den Fokus gerückt. Vielleicht noch die großen Mittelständler. Aber aus dem Fokus geraten die Innovationen, für die Neue und Querdenker zuständig sind. Industrie 4.0 fördert den Wandel, nicht die Kreation, das Ändern, nicht das Erschaffen, die Neuausrichtung, statt das Gründen, die Entwicklung, statt den Aufbau. Ob allerdings gerade die Erfolgreichen der Alten Industriewelt die Geeignetsten sind, Deutschland in digitalgesteuerte Entdeckungsreisen zu führen, bleibt angesichts der Saturierten und Angekommenen fraglich. Innovator’s Dilemma lässt grüßen.

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zentrale Leseempfehlung für das Konzept Industrie 4.0

  • Kollmann, Tobias/Schmidt, Holger: Deutschland 4.0, Wie die Digitale Transformation gelingt, Wiesbaden 2016.
  • Knop, Carsten/Becker, Thomas: Digitales Neuland. Warum Deutschlands Manager jetzt Revolutionäre werden, Wiesbaden 2015.
  • Cole, Tim: Digitale Transformation. Warum die deutsche Wirtschaft gerade die digitale Zukunft verschläft und was jetzt getan werden muss! Impulse für den Mittelstand. München 2015.

zentrale Blogs und Websites zur Industrie 4.0

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…DREI – Die dritte Menschheitsrevolution

Die drei großen menschlichen Entwicklungsschritte

Die Geschichte unserer Art, des Homo Sapiens, ist von drei großen Entwicklungsschritten geprägt, die im Rück- und Überblick revolutionär daherkommen, obschon sich kaum einer der Beteiligten eines revolutionären Treibens schuldig gemacht haben dürfte. Die Zeitspannen sind zu groß, als dass Einzelne als Rädelsführer herausgegriffen werden könnten. Man mag es nach wie vor für einen Fehler halten, einst von den Bäumen heruntergekommen zu sein, den aufrechten Gang eingeübt zu haben, sich dem Weizen(-anbau) zu unterworfen zu haben, sich auf letztlich einen einzigen Gott verständigt zu haben und diesen dann auch letztlich zu töten, all das mag man in der Rückschau betrauern oder befeiern – aber einzelne Menschen haben sich dessen kaum schuldig gemacht. Auf dieser Flughöhe sind wir alle Kinder unserer Zeit.

Diese historische Konzeption bettet die Digitalisierung nicht nur in einen modernen Wirtschaftskontext ein, sondern in die gesamthumanistische Historie – und zeigt auf diese Weise die Besonderheit und Wucht der Digitalisierung. Es geht nicht nur um ein digitalisiertes Wirtschaften. Gerade diese Begrenzung lässt die Besonderheit des Wirtschaftens im Zuge der wissenschaftlichen Revolution außen vor.

Soweit jedoch die Digitalisierung als (jüngste) Etappe der wissenschaftlichen Revolution gedeutet wird, zeigt sie ihre Bedeutung für die Entwicklung der gesamten sozialen Entwicklung des Menschen.

Um zu verstehen, wie es diese unbedeutende Art namens Homo Sapiens aus den Steppen Afrikas kommend geschafft hat, alle menschlichen und animalischen Konkurrenten buchstäblich aus dem Felde zu schlagen, nahezu alle tierischen Mitbewohner auszurotten oder gefügig zu machen und nunmehr dabei ist, sich und die Welt digital zu erfassen und zur weiteren Bearbeitung aufzubereiten, bedarf es lediglich der Nachzeichnung dreier Schritte.

Der erste Schritt: Die Kognitive Revolution (70.000 – 100.000 v.Chr.)

Der erste Schritt ist ebenso lang her wie lang gezogen. Aber noch viel, viel, viel länger war die Situation auf Erden ganz einfach und ganz anders. Es gab eine lange Nahrungskette aus vielen einzelnen Gliedern – und der Mensch als Menschenaffe, d.h. mehr „Affe“ als „Mensch“, war mittendrin. Nix war besonders an der Gattung Homo (Mensch). – Und uns, Homo Sapiens (Weise Menschen) gab es noch gar nicht.

Aber Homo Sapiens bildete sich über Jahrtausende hinweg heraus und begann… – und manche können es selbst heute kaum glauben und tun es gerade in diesem Moment – ... zu denken. Homo Sapiens entwickelt ca. 100.000 v.Chr. die kognitive Fähigkeit zu denken. Das mit den Sinnesorganen Wahrgenommene  wird mental weiter geformt, zu Gedankenketten entwickelt und auf ihre praktische Belastbarkeiten geprüft. Zudem kommt die unglaubliche Fähigkeit, sich Geschichten über sich selbst, frei Erfundenes und Zukünftiges zu erzählen. Menschen nutzten Ihre kognitiven und sprachlichen Fähigkeiten dazu, über Dinge zu sprechen, die (noch nicht!) real existierten. Und sie entwickelten weiterhin die kognitive Fähigkeit, sich zu erinnern! Sie begannen komplexer zu denken und untereinander komplexer zu kommunizieren, vor allem über nicht Wahrnehmbares, Irreales ebenso wie über die Zukunft und damit über gemeinsam Vermutetes und Ausgedachtes. Das ist einziggattig und -artig (geblieben). Soweit bekannt, hat keine andere Gattung ähnliche Fähigkeiten. Und andere Arten, nun, denen hat Homo Sapiens keinen Platz gelassen. Alle anderen Menschenarten sind ausgestorben oder (von uns) ausgerottet worden: Homo erectus, Homo neanderthalensis, Homo denisova, Homo rudolfensis, Homo ergaster und möglicherweise noch andere mehr.

Was sind die besonderen Konsequenzen der Einzigartigkeit Homo sapiens: Sie begannen kollektiv zu lernen, nutzten z.B. nicht nur das Feuer für warme Mahlzeiten, sondern auch für komplexeres Bewirtschaften (fire-stick farming). Warum, weshalb, wieso – findet hier keinen Platz. Tatsache ist, Homo Sapiens hat sich gewandelt wie kaum ein anderes Lebewesen davor oder danach in einer unbeschreiblich kurzen Zeitspanne. Wer volatile Phänomene studieren will, schaue auf diese Zeitenwende!

Und wir wissen nicht, was den Ausschlag gegeben hat: Jedenfalls war es nicht der oppositionelle Daumen allein, der uns einzigartig werkeln lässt, auch nicht der aufrechte Gang, der uns zwar freie Hand lässt, aber für problematische Geburtsvorgänge und Höhenängste sorgt, und auch nicht die fellfreie Haut, die uns zwar zu einzigartigen Ausdauerläufern macht, uns aber auch in Kälte ungeschützt zittern lässt…und das überproportionale Gehirn…lassen wir großteils ungenutzt. Vieles scheint sich einfach gefügt zu haben.

Entscheidend ist, dass Homo sapiens das einzige Lebewesen ist, das kollektives Lernen über Generationen hinweg entwickelt hat und in einer Weise massenhaft und flexibel kooperiert wie kein zweites. Das bedeutet nicht, dass Frieden auf Erden herrschte. Das Natürliche war kein Paradies. Und es ist keineswegs eine Erfindung der Neuzeit, dass massenhafte Kooperation zugleich massenhafte Tötung anderer ermöglicht. Der Krieg hat schon immer Kooperation erfordert. Oder anders: Kooperation ist kein Wert an sich, sondern Instrument. Und niemand beherrscht dieses Instrument besser als der Mensch.

Bienen können zwar massenhaft kooperieren, aber völlig unflexibel. In Deutschland z.B. haben im 20. Jahrhundert fünf unterschiedlichste Kooperationsformen, sprich Verfassungen geherrscht; Kaiserreich, Demokratie, Nationalsozialismus, Sozialismus, Demokratischer Rechtsstaat – ohne flexible Verwaltungsbeamte und ungezählte soziale Anpassungsprozesse undenkbar!

Andererseits können Tiere höchst flexibel kooperieren, aber nicht massenhaft, sondern lediglich begrenzt auf das Rudel oder die Familie. Vor allem Säugetiere, hier z.B. Schimpansen stehen in der Fähigkeit, flexibel mit ihren Artgenossen zu kooperieren dem Menschen grundsätzlich in nichts nach, aber sie können diese Fähigkeit nicht in jeder Größenordnung vollführen. Wir hingegen können äußerst flexibel globale Finanzmärkte aufbauen, den Straßenverkehr ohne nennenswerte Störungen durchführen, Sport-Olympiaden und Gefängnisse institutionalisieren: Alles Kooperationsveranstaltungen auf der Basis flexibler Kooperation.

Und wie machen wir das? Auf der Basis kollektiver Vorstellungskraft, indem wir uns eine Geschichte erfinden, an die wir glauben, die Regeln und Normen parat hält und wir uns massenhaft orientieren. Wir machen das so gut, dass wir die Vorstellung hegen, dass Organisationen sogar bestehen unabhängig von den einzelnen Menschen, dass sie z.B. eine Kultur entwickeln, die bestehen bleibt, auch wenn wir die einzelnen Beteiligten der Reihe nach austauschen würden ganz ähnlich wie unsere Körperzellen nach und nach absterben und ausgetauscht werden, bis ein völlig „anderes“ biologisches Wesen existiert – dem dennoch dieselbe Persönlichkeit zugeschrieben wird.

Sehens- und hörenswert dazu Y.N. Harari in einem TED-Talk (englisch, deutsche Untertitel möglich):

weitere Aspekte der kognitiven Revolution, die massenhafte und flexible Kooperation ermöglichte: 

  • Feuernutzung: warme Mahlzeiten, abwechslungsreichere, gesündere Ernährung, erhöhte Nährwerte, kürzere Därme, größere, energiefressendere Gehirne,
  • Brandrodungen, Ausrottungen anderer Menschenarten (homo erectus, homo neandertales) und Tierarten (50% aller Säuger über 50kg, da sie Gefahren waren)
  • Extrem flexible Sprache, die eine Dritte Realität, die über das Innen und Aussen Wahrnehmbare hinausgeht, ermöglicht
    • sozialer Tratsch (Friedenssicherung)
    • irreale Stories (Fiktion, kollektiver Glauben! – z.B. an Werte, Geld, Menschenrechte, juristische Personen) ermöglicht
    • Zukunftsfantasien und -befürchtungen (gegenwartswirksame Visionen)
    • Zukunftsvorstellungen (Jagd- und Überlebenspläne)
  • Kultivierung des Sozialen, Kunst, Verkörperung von Imaginationen

zentrale Leseempfehlungen zur kognitiven Revolution

  • Christian, David: Origin Story. A Big History of Everything. GB 2018. (mittlerweile auch auf Deutsch erhältlich)
  • Parzinger, Hermann: Die Kinder des Prometheus. Eine Geschichte der Menschheit vor der Erfindung der Schrift, München 2014.
  • Wilson, Edward O.: Die soziale Eroberung  der Erde. Eine biologische Geschichte des Menschen, 2. Auflage, München 2016.
  • Harari, Yuval N.: Eine kurze Geschichte der Menschheit, München 2014.

Der zweite Schritt: Die Neolithische Revolution (10.000 v.Chr.)

Warum die Menschen sesshaft geworden sind, ist im Detail nicht geklärt. Es bleibt ein großes Rätsel, auch wenn es höchst unterhaltsame Lösungsansätze gibt: Aus Bayern gibt es die Idee, dass es das Bier war, das die Menschen sesshaft werden ließ. Und in der Tat – vieles spricht dafür!

Rätselhaft bleibt die Angelegenheit dennoch: Wieso gaben die Menschen das relativ sorgenfreie, in jedem Falle glücklichere Leben auf, um im Schweiße ihres Angesichts den Boden fruchtbar zu machen und jeden Tag mit dem Morgengrauen sich abzuplacken?! Denn die Revolution der Landwirtschaft war in erster Linie nicht eine Domestizierung gegenüber Tieren durch Menschen, sondern eine gegenüber Menschen – durch den Weizen!

Das Bauernleben ist um vieles entbehrungsreicher und härter als das Leben von Jägern und Sammlern. Dennoch, seit ca. 10.000 v.Chr. bis ca. 1500 n.Chr. wurde und blieb es die vorrangige Lebensweise der meisten Menschen auf dieser Erde. Und einmal „entdeckt“, schritt die Menschheit mit sieben Meilenstiefeln auf die nächste große Revolution zu: Der anfängliche Schock der Sesshaften, die nun im Schweiße ihres Angesichts Ihre Brot herstellten und jede nomadische Leichtigkeit verloren, wurde überwunden: Wenige tausend Jahre brauchten sie nur, um aus den ersten Siedlungen Städte werden zu lassen, Empires zu formen und ein Netz aus Kirchen zu errichten, die allesamt mit der Erfindung des Geldes ein globales, auf Vertrauen basierendes Medium gefunden haben: Wer würde sonst ernsthaft ohne Vertrauen, Essen, Werkzeug, ja sogar Grund und Boden gegen Geld eintauschen?! Nichts hat mehr Vertrauen geschaffen und genutzt als Geld, das große Hassobjekt vieler, die sich nach Vertrauen sehnen. Denn Geld hat auch seine dunkle Seiten.

Wie auch immer, die bäuerlich geprägte Wirtschaftsgesellschaft musste sich am eigenen Schopf aus dem Hungerelend retten. Denn typischerweise „produziert“ bäuerliches Leben zu viele Nachkommen, die gefüttert werden wollen. Und im Europa der beginnenden Neuzeit geschieht etwas, das bis dahin über Jahrtausende hinweg ausgeblieben war: Die Gesellschaft explodiert! Die Bevölkerungszahlen „regulieren sich nicht mehr von selbst“ (Hunger, Krankheit, Tod, Abwanderung) und die wirtschaftliche Gesamtleistung wächst nicht mehr nur linear. Beides (und einiges mehr) wachsen exponentiell. Das ist die markanteste Auswirkung des dritten Schritts der Menschheit.

Diese anbrechende wissenschaftliche Revolution, die aus mehreren kleineren Revolutiönschen besteht, fordert einen grundlegenden Perspektivwechsel auf das menschliche und gesellschaftliche Leben, den wir selbst heute kaum fassen können: Das Leben der Menschen ist nicht mehr eine „endlose, kreisförmige Abfolge immer wiederkehrender Ereignisse“ (Tages- und Jahreszeiten, Tod und Leben, nach denen sich das bäuerliche Leben richtet), sondern erscheint als eine Abfolge von Fortschritten, die der Zukunft zugewandt sind und strategisch geplant werden.

Die wissenschaftliche Revolution wird die Vorstellung vom Leben vom Kreis zum Pfeil wandeln.

weitere Aspekte der neolithischen Revolution:

  • Jäger und Sammler werden durch den Weizen zu Bauern domestiziert,
  • Häuslichkeit entsteht, erstmals eine begrenzte und künstliche Umwelt.
  • Besitztümer werden angehäuft, der Raum menschlich eingehegt
  • Zukunftserfahrung und ZeitausdehnungZukunftsplanungen und Zukunftssorgen.
  • Domestizierung von Nutztieren (Schaf, Kuh, Huhn)
  • Stabilisierende und sozialstrukturierende Ordnungen werden erfunden (Geld, Religion, Städte und Imperien)

zentrale Leseempfehlungen zur neolithischen Revolution

  • Parzinger, Hermann: Die Kinder des Prometheus. Eine Geschichte der Menschheit vor der Erfindung der Schrift, München 2014.
  • Reichholf, Joseph H.: Warum die Menschen sesshaft wurden. Das größte Rätsel unserer Geschichte, 3. Auflage, Frankfurt am Main 2012.
  • Harari, Yuval N.: Eine kurze Geschichte der Menschheit, München 2014.

Der dritte Schritt: Die Wissenschaftliche Revolution (seit 1500 n.Chr.)

Die wissenschaftliche Revolution wirkte ebenso disruptiv wie die kognitive und neolithische Revolution zuvor und war für die Erlebenden ebenso zum ganz überwiegenden Teil unspektakulär und kaum wahrnehmbar. Zu lang waren die Zeiträume der Veränderung. Erst die historische Nachschau lässt die Entwicklungslinien deutlich(er) hervortreten. Was die wissenschaftliche Revolution jedoch von den anderen unterscheidet ist die Tatsache, dass sie noch nicht abgeschlossen ist.

Ausgangspunkt der Verwissenschaftlichung der Welt war ebenso wie bei ihrer Verstaatlichung die Katholische Kirche. Sie war das große Vorbild im Forschen und Neugierigsein, in ihr entwickelte sich das Sammeln, Sortieren und Systematisieren der Wissens. Ihre Vertreter forschten im Außen und im Inneren, um zur Erkenntnis zu gelangen, doch waren sie in ihren Denk- und Ordnungsrahmen buchstäblich gefangen. Gott als zentrales Denkmuster zu vertreiben und den Menschen an seine, die zentrale Stelle zu setzen (Humanismus), war so undenkbar wie tatsächlich disruptiv.

Der Fixpunkt dieser dritten großen Wandlung ist paradox: Der Weg des Menschen ins Zentrum des Denkens beginnt damit, dass seine Wohnstätte aus dem Zentrum verstoßen wird. Nicht die Erde steht im Mittelpunkt des Universums, sondern die unwirtliche Sonne. Doch indem das kopernikanische Weltbild, die Erde aus dem Zentrum verbannt, sozusagen von der Werkbank Gottes fegt, auf der die Sonne keinen Platz hat, erschüttert diese Erkenntnis auch Kirche und Religion als maßgebende Institutionen. Reste der Autorität werden in den folgenden Religionskriegen aufgerieben.

Der Humanismus ist die disruptive Entwicklung der wissenschaftlichen Revolutionen, die Gott das Leben kosten wird.

Mit dem Tod Gottes und dem Pakt der Menschen untereinander, der Politik mit Wissenschaft und Wirtschaft verband und zu Wohlstand führte, nimmt die dritte große Revolution ihren Verlauf. Und dann ging es ziemlich rasant: Kepler und Galilei setzen den Sargnagel auf die alten kosmischen Ideen des Ptolemäischen Weltbildes, Descartes beginnt zu denken und Newton sortiert die Mechanik. Vieles wird jetzt ermöglicht und der Fortschritt als Gedanken-, Wissens- und Wirtschaftsmuster wird erfunden. Der ewige Kreislauf des Lebens beginnt sich zum Pfeil zu formen, der gen Zukunft geschossen wird. Überhaupt die Zukunft! Sie wird als Reflexionskategorie für menschliches Handeln und Denken überhaupt erst entdeckt, geformt und genutzt. Wir Heutigen können uns nicht mehr vorstellen, wie sich Leben vorher ausgenommen, gedacht, vorgestellt wird!

Welche weltenverändernde Schritte gegangen wurden, lässt sich gut am Selbstbild des Menschen ablesen, das sich mit den Veränderungen in einer Welt, die als von Menschenhand geformt gedacht und erlebt wird, ändern musste.

  • Nachdem Kopernikus (1473-1543) in De Revolutionibus Orbium Coelestium – Über die Kreisbewegung der Weltkörper (1543)geschrieben hat, dass die Erde nicht der Mittelpunkt des Universums ist, beginnen auch die menschlichen Gedanken umfassender zu kreisen. Und wenn auch die Erde aus dem Mittelpunkt gerückt wird, so nimmt in Konsequenz der Mensch im Folgenden diesen Platz ein.
  •  Bis Charles Darwin (1809-1882) zurückkehrt, von der HMS Beagle kommend wieder Festland unter seine Füsse spürt und ☞  On the Origin of Species by Means of Natural Selection or the Preservation of Favoured Races in the Struggle for Life (1859) veröffentlicht: Die Idee, der Mensch war von Gottes Hand geschaffen, stellt sich als Irrtum heraus und der Mensch ist nicht die Krönung der Schöpfung. Er hat sich einzureihen und ist eines unter vielen Lebewesen. Er stammt – wie alle anderen auch – von gemeinsamen Vorfahren ab und hat sich im Laufe der Evolution durch natürliche Auslese entwickelt. Ein  Tiefschlag in die religiöse und mentale Magengrube. Die ganze Dramatik Darwinschen Denkens wird aber erst in unseren Tagen deutlich: …denn mit der Evolutionstheorie werden Konzepte wie Seele, freier Wille und ähnliche nichtmaterielle Vorstellungen unhaltbar, obschon sie gerade dem postmodernen Menschen so nah sind, der gerne etwas Metaphysik sein Eigen nennen möchte.
  • Aber was soll’s, vielleicht sind wir nicht Gottes Meisterwerk, aber dafür sind wir unsere eigenen Herren. Wir kriechen nicht und können tun und lassen, was wir wollen. So in etwa retteten die Menschen ihr Selbstbild, die sich mit Darwin angefreundet haben – und nicht mit dem österreichischen Arzt Sigmund Freud (1856-1936)rechneten: Wir sind nicht die Herren in unseren biologischen Häusern! Die Psyche, unsere eigene, körperbedingte Psyche schlägt den Menschen Schnippchen, lässt Dinge mental verschwinden, steckt sie in Erinnerungsecken, die die Menschen selbst nicht aufspüren können. Dabei lässt die Psyche gelebtes Leben nicht einfach verschwinden, sondern lässt den Menschen auch eine plausible, real erscheinende Geschichte erfinden und erzählen. Die menschlichen Entscheidungsheuristiken zeigen deutlich, dass es keine Rationalität gibt, keine Vernunft, die kontextfrei entscheiden kann. Wir Menschen sind bedingte, anfällige, unbewusste Wesen. Was ist nur aus der Größe des Menschen in ihren Vorstellungen geworden?!
  • Nun, bis zu den heutigen Tagen kann der Mensch noch davon träumen, dass nur er, auch in seiner Bedingt- und Begrenztheit, das einzige Lebewesen ist, das imstande ist, kraft seiner Ideen und Umsetzungskräfte, die Welt zu beherrschen. Doch diese Tage beginnen mit Alan Turing (1912-1954) gezählt zu werden – von künstlichen Intelligenzen, Leben, nicht auf biologischer, sondern auf synthetischer oder anderer materieller Basis.

Wir wissen nicht, wohin die wissenschaftliche(n) Revolution(en) führen,

aber wir wissen ziemlich genau, dass sie nicht enden werden.

Nichts spricht dafür.

In der historischen Nachschau wird deutlich, wie eine kostenintensive Wissenschaft im Zusammenspiel mit einer aggressiven Imperialpolitik  im Namen und zum Wohle einer kapitalistisch-organisierten, zukunftsoptimistischen Wirtschaftsgesellschaft Macht und Einfluss des Menschen über die gesamte Umwelt erlangt hat: Eine unbeschreibliche Weltherrschafts- und Unterwerfungskonzeption, die ihren wissenschaftlichen Ausgangspunkt praktisch in der Erklärung umfassenden Nichtwissens fand – dem Beginn unstillbaren Forschens.

Revolution des Unwissens

weitere Aspekte der wissenschaftlichen Revolution (rudimentäre Auswahl)

  • Zweite landwirtschaftliche Revolution
  • Erfindung der Dampfmaschine durch Watt (1765)
  • Entdeckung der Elektrizität und chemischer Elemente (Periodensystem, 1869)
  • Entdeckung von Radioaktivität
  • Entdeckung von Bakterien und Viren, (Penicillin, Fleming, 1928)
  • Verstädterung, Verschulung der Lebensweise
  • Spaltung von Atomkernen  (Otto Hahn, 1938, Atombombe 1945)
  • Betreten des Mondes (1969)
  • Herztransplantation
  • Begründung der synthetischen Biologie (2000)
  • Entschlüsselung des menschlichen Genoms (2003)
  • Maschinen lernen: KI-System AlphaZero gewinnt gegen den besten Schachrechner Stockfisch 8  (Dezember 2017)
  • In Arbeit: Totalsequenzierung des Lebens auf Erden (Earth BioGenome Project)

Was das alles mit der Digitalisierung zu tun hat? Seit tausenden Jahren sind wir dieselben Körper, Gehirne und Geister, aber nun verlinken wir uns biologisch und technologisch zu untrennbaren Einheiten.

zentrale Leseempfehlungen zur wissenschaftlichen Revolution

  • Cohen, Floris: Die zweite Erschaffung der Welt. Wie die moderne Naturwissenschaft entstand, Frankfurt am Main 2010.
  • Roeck, Bernd: Der Morgen der Welt. Geschichte der Renaissance. München 2017.
  • Osterhammel, Jürgen: Die Verwandlung der Welt. Geschichte des 19. Jahrhunderts. München 2009.
  • Harari, Yuval N.: Eine kurze Geschichte der Menschheit. München 2014.
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…ZWEI – Das zweite Maschinenzeitalter

Welche Maschinen bauen wir Morgen?

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Maschinen im Zweiten Maschinenzeitalter

erleichtern das menschliche Denken und ermöglichen

ungeahnte Erkenntnisse über und Einwirkungen auf die Welt.

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Ein drittes Konzept stammt von den beiden Cambridge-Wissenschaftlern des Massachusetts Institutes of Technology Erik Brynjolfsson und Andrew McAfee, die in ihrem Buch die Digitalisierung als den Beginn des Zweiten Maschinenzeitalters beschreiben. Indem sie das Erste Maschinenzeitalter mit der Industrialisierung gleichsetzen, nutzen sie im Grunde dieselben Grenzlinien wie das deutsche Konzept der Industrie 4.0: Das Erste Maschinenzeitalter ist geprägt von der Erfindung, Entwicklung, Einführung von Maschinen, die die menschliche Muskelkraft unterstützen, ersetzen und potenzieren. Maschinen erleichtern das (Arbeitswelt-)Leben und befreien von seiner Mühsal. Im Zweiten Maschinenzeitalter werden nunmehr Maschinen erfunden, entwickelt und in das (Arbeits-)Leben eingeführt, die den Menschen von den Anstrengungen und Unmöglichkeiten des Datensammelns, -sortierens und -auswertens befreien soll – bzw. diese Dinge überhaupt erst in diesen Umfängen ermöglichen; Kurz: Maschinen im Zweiten Maschinenzeitalter erleichtern das menschliche Denken und ermöglichen ungeahnte Erkenntnisse über und Einwirkungen auf die Welt.

Der Vorzug dieses Konzepts ist seine Einfachheit. Diese verdeutlicht die dramatischen Veränderungen, die uns dank der Technologisierung der Welterfahrung, -erfassung und -verarbeitung gelungen ist. Das revolutionäre Element wird hier schon viel deutlicher als im Konzept der Industrie 4.0. Der vierte Schritt ist halt ein weiterer Schritt in einem längeren Weg, ist halt mehr Evolution als Revolution. Das beruhigt, irritiert nicht und lässt einen ruhig den fünften Schritt auch noch abwarten. Aber das zweite Maschinenzeitalter, das lässt schon mehr aufhorchen, rüttelt wacher, wenn auch noch nicht das Unfassbar Neue konzeptionell erfasst ist. Das bleibt dem letzten Konzept vorbehalten … aber nicht so schnell: wir kommen rechtzeitig noch dahin, bleiben wir noch bei der Betrachtung der Maschinenzeitalter.

So wie die erste maschinelle Revolution das Leben der Menschen vollkommen geändert hat, wird es auch die zweite maschinelle Revolution Änderungen bewirken.

Was war die Revolution des Ersten Maschinenzeitalters?

Nun, dafür beziehen sich die beiden Technikwissenschaftler auf den britischen Historiker Ian Morris, der seit Ewigkeiten bereits in Chicago und in Stanford lehrt und als Archäologe weltweit geforscht hat. Ihn hat zeitlebens die Frage besonders umgetrieben, weshalb der Westen offensichtlich die Welt regiert? Was waren die folgenreichsten Erfindungen und Entwicklungen, die hier gewirkt haben.

Methodisch geht Morris äußerst elegant vor. Er schafft ein Diagramm, das die wesentlichen weltgeschichtlichen Konturen abbildet. Denn, so sein Ansatz, es gilt das Vermögen einer Gesellschaft abzubilden, ihre materiellen, ökonomischen, sozialen und intellektuellen Umwelten eigenmächtig nach den Wünschen und Bedürfnissen zu formen und zu gestalten.

Doch wie bildet man die Konturen der Geschichte in einem Diagramm ab? Morris bedient sich dafür  vier Faktoren, die die Entwicklung einer Gesellschaft im  beschreiben:

  • Der erste Faktor ist biologisch: Der Mensch ist ein Tier, das auf Energie angewiesen ist, die er seiner Umwelt entzieht bzw. aus ihr gewinnt. Also sind die Kalorien pro Person zu zählen, die der Umwelt abgerungen werden, z.b. für Nahrung, Obdach, Handel, Industrie und Landwirtschaft sowie den Transport von Dingen). Die Energieausbeute des Menschen ist also der erste Faktor.
  • Der zweite Faktor ist soziologisch und geografisch bedeutsam: Menschen sind soziale Tiere (…Autor) und tendieren dazu, in Städten zu wohnen (Autor, Buch). Der Grad der Verstädterung ist der zweite, wesentliche Faktor, der den Entwicklungsstand anzeigt.
  • Der dritte Faktor ist biologisch und soziologisch: Menschen üben seit jeher Macht übereinander aus, sie führen Krieg und Frieden. Im nuklearen Patt des zwanzigsten Jahrhunderts zeigte sich, dass die Kapazität der Kriegführung Alles und Nichts sind, um als Gesellschaft zu überleben. Diese Paradoxie des Patts kommt paradox daher, zeigt aber, dass die Feuerkraft und Schnelligkeit der Waffen und ihre logistisch anspruchsvolle Verteilung kriegs- und friedensentscheidend waren und wohl immer noch sind.
  • Zu guter Letzt sind sowohl die Energieausbeute, die Verstädterung sowie die Kriegführung maßgebend von der Fähigkeit des sozialen Netzwerks einer Gesellschaft abhängig, inwieweit Daten und Informationen nutzbringend verarbeitet werden können. Der Stand der Informationstechnik ist der vierte Faktor, der die Entwicklung einer Gesellschaft beschreibt.

Schaut man sich die Weltgeschichte anhand dieser vier Faktoren an und übersetzt sie fairerweise in ein mathematisches System, um spätere Gesellschaften, die auf anderen, früheren Gesellschaften aufbauen konnten, nicht zu bevorzugen, erhält man überraschende Ergebnisse. Dabei wird deutlich, dass nicht Geld, Religion oder Kriegsgerät allein Welten verändernd waren, sondern letztlich eine entscheidende Erfindung, die die menschlichen Gesellschaften grundlegend umkrempelten.

Wenn der Mensch auch von Beginn an technisch versiert agierte und technologische Erfindungen hatte, so war es doch erst die Dampfmaschine von James Watt (1775), die die die bäuerliche Gesellschaft endgültig und umfassend aus ihren Angeln hob und die Stadt- und Dienstleistungsgesellschaften entstehen ließ. Erst die optimierte Dampfmaschine ließ den Großteil der Menschen von den Feldern gehen und genügend Nahrung, Unterkunft und letztlich (Lohn-)Arbeit in Städten finden. Vom Ganzen Haus in die Stadt-(Wohnung) war der Weg der jahrtausendelang bäuerlich Lebenden und nun an den Maschinen Schufftenden.

Quelle: Brynjolfsson/McAfee, Second Machine Age, 2014; Morris, Wer regiert die Welt?, 2012.

Elemente des Ersten Maschinenzeitalters

  • Maschinen ersetzen Muskeltätigkeiten von Tieren und Menschen
  • Maschinen ermöglichen ungeahnte physische Kräfte freizusetzen und zu nutzen
  • Einführung der Dampfmaschine von Watts, 1775
  • Ermöglichungen des Zeitalters: Stahlbauten, Eisenbahnen, Wolkenkratzer, Brücken, Stahl- und Motorschiffe (Dampfer! Die erste große disruptive Innovation, wie sie Christensen in seinem Klassiker „Innovator’s Dilemma“ genannt hat.) etc.
  • Aus ländlichen Bauern werden städtische Industrie- und damit Lohnarbeiter (Anteil von Bauern an der Bevölkerung – einst ca. 90%, heute 2% staatlich unterstützt.).
  • Industrielles Leben im Takt und am Fließband: Schule, Armee, Steuerzahler -> Arbeiterklasse, werdende Mittelstand und zunehmend Arbeitslosenheer.

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Das Zweite Maschinenzeitalter

Das Zweite Maschinenzeitalter bringt nun Maschinen hervor, die unsere kognitiven Fähigkeiten spiegeln, ersetzen, übertrumpfen und uns eine vollkommen neue Sichtweise auf die Welt ermöglichen.

Diese Maschinen ermöglichten uns einen Blick auf die Erde – vom Mond aus; ließen uns tief ins Weltall blicken, ließen uns verstehen, dass wir auf diese Weise praktisch in die Vergangenheit schauen können. Sie erschaffen Kunstwerke, die wir nicht unterscheiden können von denen, die wir seit Jahrhunderten verehren, sie zeigen uns verblüffende, neue Strategien und Erfolgswege bei Aufgabenstellungen, die seit Jahrhunderten von den klügsten Menschen ausgetüftelt und ausgefeilt wurden. Sie l-e-r-n-e-n innerhalb von vier Stunden (4h!) das Schachspielen, wie es keine Maschine vorher gekonnt hat, die wir „klassisch“ darauf programmieren und mit Spielen fütterten, (Linkhinweis zu Googles AlphaZero). Künstliche Intelligenzen sind nicht einfach Maschinen des Zweiten Maschinenzeitalters. Sie sind auf dem besten Wege, dass wir unser Verständnis von Leben überprüfen zu müssen. Aber das ist schon das letzte der hier vorgestellten Konzepte.

Elemente des Zweiten Maschinenzeitalters

  • Maschinen ersetzen unsere kognitiven Fähigkeiten und erleichtern unser Leben
  • Sie pushen unsere Geisteskräfte
  • Computer entstehen, Flüge ins All, weltweite, verdichtete Finanztransaktionen, Wettervorhersagen
  • Roboter verdrängen Routine-Jobs, nicht nur physische Routine, auch kognitive Routineaufgaben werden gemeistert.
  • Heute noch ca 20% in Industriejobs…die meisten in Servicejobs und in Dienstleistungen (Wissens- und Informationsgesellschaften)
  • Gefahr: Herausbildung einer nutzlosen Klasse (Y.N. Harari), politisch und ökonomisch kraftlos.

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zentrale Leseempfehlungen:

  • Morris, Ian: Wer regiert die Welt? Warum Zivilisationen herrschen oder beherrscht werden, Frankfurt am Main/New York, 2012.
  • Brynjolfsson, Erik/ McAfee, Andrew: The Second Machine Age. Wie die nächste digitale Revolution unser aller Leben verändern wird, Kulmbach 2014.
  • Brynjolfsson, Erik/ McAfee, Andrew: Machine, Platform, Crowd. Wie wir das beste aus unserer digitalen Zukunft machen, Kulmbach 2018.
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…EINS – Die kosmische Revolution.

Die erste wirkliche Zeitenwende

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Die wahre Revolution kam am 29. April 2000 mit dem Namen Alba dahergehoppelt.

Das Häschen namens Alba war der fleischgewordene Albtraum aller Humanist*innen. Der brasilianische Künstler Eduardo Kac hatte mit Hilfe von Wissenschaftlern einem Kaninchen ein fluoreszierendes Eiweißmolekül, das aus einer Quallenart stammte, eingebaut. Das im Dunkeln leuchtende Kaninchen war eine Kreuzung völlig verschiedener Lebewesen, die ohne Menschenhand niemals miteinander hätten Leben zeugen können. Das Experiment geht weit über das, was Menschen seit Jahrtausenden Züchtung nennen, hinaus. Hier wird direkt Leben designt. Dieses offensichtlich lebende Kaninchen namens Alba, das 2004 nach einem üblichen 4 jährigen Lebenszyklus starb, war Leben, das erstmals allein durch die Denk- und Tatkräfte erweckt wurde und nicht durch Sexualkräfte.

Nicht die biologischen Lenden- und Schoßkräfte,

sondern Denk- und Tatkräfte haben hier Leben gezeugt,

das Gott und die Natur allein nicht zustande gebracht hätte.

Und dennoch steht diese Entwicklung nicht ausserhalb der Natur oder der kosmischen Entwicklungen, sondern ist ein weiterer Schritt.

Die Digitale Transformation ist nicht einfach die Betrachtung des Lebens und ihrer Umwelten in mathematischer Sprache. Sie wirkt zutiefst zurück auf das biologisch Leben. Die biotechnologische Revolution schafft Synthetisches Leben so wie die informationstechnologische Revolution Künstliche Intelligenzen schafft. Deshalb wird der Mensch seine Vorstellung vom Humanismus überdenken müssen, denn beide Entwicklungen fordern eine Neuvortung menschlichen Lebens: Was ist Leben? Welche Rolle spielt der Mensch in dieser Aufführung?

Aspekte der kosmischen Revolution:

  • Info-Tech + Bio-Tech = Synthetisches Leben.
  • Gene, die an sich nicht zusammen passen, werden passend zusammengebracht.
  • Synthetisches Leben = Künstliches Leben
  • Künstliche Intelligenzen + Künstliches Leben lassen uns neu über LEBEN nachdenken:
    • Müssen wir den Menschen oder das Leben in den Mittelpunkt rücken?
    • Was geriet in den blinden Fleck, als wir den Menschen ins Zentrum rückten?

Synthetische Biologie – einfach erklärt:

Künstliche Intelligenzen

  • Brockman, John: Was sollen wir von Künstlicher Intelligenz hatten? Die führenden Wissenschaftler unserer Zeit über intelligente Maschinen, Berlin 2107.
  • Tegmark, Max: Leben 3.0, Mensch sein im Zeitalter Künstlicher Intelligenz, Berlin 2017.
  • Max Tegmark auf er TED-Konferenz zur Entwicklung des Lebens.

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Und wie die bioltechnologische und die informationstechnologische Revolution historisch einzuordnen ist und damit die Digitale Transformation mit seiner unfassbar gesteigerten Komplexität zu verstehen ist, das erklärt uns das neue, junge Fach der BIG HISTORY. Und kein Vertreter kann das mit mehr Verve und Esprit als ihr Begründer: David Christian.

Big History ist die Geschichte der Komplexität des Lebens.

zentrale Leseempfehlungen:

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Vielen Dank fürs Lesen! Und wenn Ihnen der Beitrag gefallen hat, freue ich mich über eine Rückmeldung ebenso wie wenn er Ihnen nicht gefallen hat. Und ich beiden Fällen tausche ich mich mit Ihnen gern in den Kommentaren dazu aus. Gehaben Sie sich wohl!

PS: Die Grafiken stammen von Liane „Himbeerspecht“ Hoder.

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Über den Autor:

Ich bin Dr. Sascha Weigel, einer der Begründer vom Strategischen Dialog, und blogge hier von Zeit zu Zeit über Themen, die mir bei meiner Arbeit begegnen. Gib' mir gern Feedback und teile den Beitrag, wenn er Dir gefallen hat.

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